Einbindung der Straßenbahn in den Hauptbahnhof Chemnitz Mit der geplanten Umgestaltung des Chemnitzer Hauptbahnhofes wird ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Chemnitzer Modells anvisiert. So sollen die Gleise der Chemnitzer Straßenbahn im Bereich der heutigen Kopfbahnsteige 1-4 durch das Bahnhofsgebäude hindurchführen. Damit wird die Umsteigebeziehung zu den Nah- und Fernverkehrszügen grundlegend verbessert. Damit entstehen die Voraussetzungen für eine weitere Verknüpfung zwischen Straßenbahn- und Eisenbahninfrastruktur. Dazu ist ähnlich wie in Altchemnitz über entsprechende Gleiskonstrukionen eine Verbindung zwischen beiden Netzen herzustellen. So können später Fahrgäste in Zügen aus Burgstädt; Mittweida, Hainichen oder Flöha ohne Umsteigen bis in das Stadtzentrum von Chemnitz und natürlich auch zurück fahren.
Verlängerung der Pilotstrecke in Richtung Chemnitz-Borna - Limbach-Oberfrohna Die Stadt Chemnitz plant eine Straßenbahntrasse vom Stadtzentrum über Hartmannstraße - Leipziger Straße mit Endhaltestelle am nördlichen Rand des Stadtgebietes. Diese Trasse bildet eine wesentliche Voraussetzung für die Norderweiterung des Chemnitzer Modells nach Limbach-Oberfrohna, Kändler und Röhrsdorf. In Zusammenarbeit der Städte Chemnitz und Limbach-Oberfrohna und mit Unterstützung des Regierungspräsidiums Chemnitz wurden Trassenvarianten untersucht. Ziel ist dabei eine zusätzliche Erschließung von Röhrsdorf und Kändler sowie die Wiederanbindung von Limbach-Oberfrohna an den SPNV mit modernen Fahrzeugen und kurzen Reisezeiten. Fahrzeuge der Zukunft Der gewählte Einsatz von Variobahnen mit Gleichstromantrieb und die damit notwendig Elektrifizierung der Strecken ist nicht auf allen für das Chemnitzer Modell vorgesehenen Strecken möglich. Auf einigen der vorgesehenen Strecken steht ein gemeinsamer Betrieb mit Vollbahn-Fahrzeugen auf der Tagesordnung. Damit ergeben sich erweiterte Restriktionen. Die Bahnsteige werden 38 cm oder höher, die Fahrleitung, sofern vorhanden, hat 15 kV 16 2/3 Hz AC und die Fahrzeuge müssen schwereren Crash-Szenarien genügen. Für den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells sind Fahrzeuge mit Hybridantrieb am besten geeignet, denn sie können unabhängig von der vorhandenen Streckenausrüstung eingesetzt werden. Hybrid heißt in diesem Fall: Neben der bisherigen Gleichstromversorgung wird überall dort wo keine derartige Fahrleitung vorhanden ist, der Fahrstrom im Dieselmodul on-board selbst erzeugt. Da in weitere Regionen Deutschlands ähnliche Stadtbahnkonzepte, insbesondere zur Erhaltung von Nebenbahnstrecken, entwickelt werden, arbeiten Fahrzeugkonstrukteure intensiv an dieser neuen Fahrzeuggeneration. Neben den Dieselmotoren werden auch alternative Antriebsformen wie z.B. der Einsatz von Batterien, Power-Cups oder Brennstoffzellen untersucht.
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